Film: Durch Digitalisierung Kultur bewahren2018-08-22T15:36:26+00:00

Project Description

Durch Digitalisierung Kultur bewahren, weitergeben und erfahrbar machen

Kultureinrichtungen wie Museen, Ausstellungshäuser oder Bibliotheken leisten schon einen wichtigen Beitrag gegenüber den vorangegangenen, den gegenwärtigen sowie den nächsten Generationen: Sie bewahren sorgfältig Kulturschätze und stellen sie den Menschen analog zur Verfügung. Es geht aber noch mehr. Die Welt der XXI. Jahrhunderts ist einfach komplexer geworden und das Internet prägt jede Sphäre des alltäglichen und professionellen Lebens. Ohne digitale Unterstützung können Kulturgüter schnell in Vergessenheit geraten oder tote Fundstücke in staubigen Magazinen oder anonyme Daten in Datenbanken bleiben. Dazu kommt, dass ein Artefakt ohne Kontext im Grunde kulturhistorisch wertlos ist. Erst eine professionelle Kontextualisierung von Artefakten durch die Verwendung der richtigen Metadaten macht Digitalisate sinnvoll und wertvoll. So können scheinbar unwichtige Objekte ihre Kraft entfalten und die Geschichte ihrer Zeit und der Menschen offenbaren – die natürlich wiederum für andere Menschen interessant wird. Ziel des Filmes war es: Kuratoren und Ausstellungsmacher sowie angrenzende Experten davon zu überzeugen, wie wichtig und nützlich eine professionelle Digitalisierung von Objekten und Artefakten ist, denn in diesem Bereich herrschen leider noch viele Ressentiments gegenüber einer wahren digital Open Culture.

Erklärfilm: Gemeinsam gute Daten schaffen

Das Flair Berlins der Weimarer Republik digitalisiert

Ein vermeintlich banales und langweiliges Objekt wie ein zerfleddertes Adressbuch einer jungen Frau in den wilden 20er Jahren des pulsierenden Berlins kann wahre Schätze bergen. Aber nur, wenn es durch richtige Kontextualisierung in den Dialog mit anderen Objekten treten kann – und das ist am besten möglich durch ein Digitalisat.
Der zweite digiS-Film “Gemeinsam gute Daten schaffen” erzählt über ein reiches kulturelles Leben anhand dieses Adressbuches. Durch die Einträge und einliegende Zettel, Eintrittskarten etc. erfährt man nicht nur von ihrem Besuch im Theater, sondern auch ihre Begegnung mit wichtigen Protagonisten wie Max Reinhardt, Joseph Fenneker oder Heinrich Zille. Aber der Film zeigt auch den Kernpunkt der Digitalisierung: die wertvolle Bedeutung von Open Data für die Bewahrung, Vermittlung und Generierung des Wissens und der Kultur. Genauso wie die junge Frau mit den Künstlern in direkter Verbindung war, treten die analogen Artefakte durch die digitale Aufbereitung und Bereitstellung in Dialog mit den Nutzern. Sichtbarkeit und interdisziplinäre Querverbindungen werden damit nachhaltig gesichert.
Lasst euch von der authentischen Atmosphäre, die die vielen verschiedenen Fundstücke belebt durch die charmanten 2D und 3D Animationen erzeugen, und dem tollen Soundtrack begeistern!

digiS: der Weg zur Digitalisierung für Kultureinrichtungen

Die Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin (digiS), am Zuse Institute Berlin (ZIB) angesiedelt, fungiert als wichtige Brücke zwischen spartenübergreifenden Kulturformen und digitaler Welt in der Hauptstadt. Gegründet im Rahmen des landesweiten Förderprogramms Digitalisierung, wird digiS von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Seit 2012 berät digiS Kultureinrichtungen, bietet technische Unterstützung an und koordiniert die Umsetzung von Digitalisierungsprojekte. Die Idee, dass Wissen und Kultur – die sogenannten Cultural Commons – Gemeingüter sind, ist relativ neu. Sie stammt aus den 90er Jahren begründet durch die Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom und ist heutzutage letztendlich anders undenkbar. digiS sorgt genau dafür: dass die Daten langfristig direkt zugänglich Experten und dem breiten Publikum zur Verfügung stehen!

“Der Film, den ihr für uns gedreht habt, ist grossartig geworden. Und die Musik: grossartig. Und das Schöne ist: nicht nur wir als digiS-Team finden das, sondern auch unser Publikum heute war schlicht begeistert. Viel Liebe zum Detail, hohe Professionalität, das haben alle gesehen.”

Beate Rusch, Geschäftsführende Leiterin, Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg. Stellvertretende Abteilungsleiterin Wissenschaftliche Information, Stellvertretende Projektleiterin Servicestelle Digitalisierung, Zuse Institute Berlin (ZIB)

“Wir haben von allen Seiten nur Gutes gehört und wurden ständig auf den Film angesprochen auf dem Kongress – jetzt will jeder so einen Film haben!”

Anja Müller, Projektkoordinatorin, Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin (digiS)

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