Unser achtes Beispiel für gutes Storytelling wird vielen Computerspielefans ein Begriff sein: Red Dead Redemption 2. In dem Open-World-Spiel schlüpft der Spieler in die Haut eines Gangsters gegen Ende des Wilden Westens und erlebt Abenteuer – oder eben auch keine. Denn, und das ist das Besondere hier, die Geschichte wird kaum vorgegeben. Anstatt Überfälle zu begehen kann man auch einfach den ganzen Tag fischen oder durch die Gegend reiten. Reines Nichtstun ist jedoch nicht möglich, da die Hauptfigur durch Essen, Trinken, Schlaf und Körperhygiene am Leben gehalten werden muss.

Dass jeder Spieler eigene Entscheidungen treffen und damit der Geschichte einen ganz neuen Verlauf geben kann, trägt natürlich stark zur Identifikation mit dem Spiel bei. Auch in der Werbung wird dieses Mittel daher eingesetzt, zum Beispiel in der Lego-Video-Serie „Save LEGO City!“. Am Ende jedes Videos kann der Zuschauer selbst entscheiden, wie die Stadt gerettet werden soll. Das ist natürlich aufwändig und sehr verspielt, beides zahlt jedoch auf die Marke Lego ein, ohne als aufdringliche Werbung wahrgenommen zu werden.

Unsere anderen Blogposts zum Thema Storytelling:

1. Best of Storytelling #1: Sports matter (Dick’s Sporting Goods Foundation)

2. Warum dieser Wahlwerbespot sehr gutes Storytelling ist (Die Partei)

3. Kleiner Cowboy – großer Held (Hover Studio/Animade)

4. Die wichtigste Zutat für gutes Storytelling (Allegro)

5. Warum Geschichten manchmal nur wiederentdeckt werden müssen (Budweiser)

6. Milch

7. Moleskine

Wer mehr zum Thema Storytelling erfahren möchte, kann hier schauen oder hier.