vom Erklärfilm bis zum Image-Film 2|2

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Vom Amateur bis zum Profi, sie alle bedienen sich des Bewegtbildes, um ihre Botschaft zu kommunizieren.

Was bewegt sie dazu? Informationen zu allen möglichen Dingen können doch auch ohne diese Videos im Netz gefunden werden. Genau deswegen – wegen der Unmenge an Informationen, die uns zur Verfügung stehen – sind die Erklärvideos interessant und notwendig. Denn mit jedem Tag vergrößert sich die Informationsmenge exponentiell. Heute müssen wir 60 mal mehr Informationen verarbeiten als vor 30 Jahren. Laut einer amerikanischen Studie „betrug zum Beispiel die Menge an weltweit gespeicherter Information im Jahr 2007 295.000.000.000.000.000.000 Byte, also 295 Trillionen Byte oder 295 Exabyte. Auf CD-Roms gebrannt und aufgestapelt ergäbe sich ein Turm, der bis hinter den Mond reicht. In Bücher gedruckt, ließe sich mit all der Information die Fläche Chinas 13 Bände hoch pflastern. Die globale Kommunikation machte in jenem Jahr gut das sechsfache aus, 1960 Exabyte. Das ist so viel, als wenn jeder Mensch auf der Erde jeden Tag 174 Zeitungen bekommen und sechs davon seinem Nachbarn komplett vorlesen würde.“

Von 2007 bis 2011 ist die Informationsmenge um ca 6,5 % gewachsen, Tendenz steigend. www.sueddeutsche.de
Immer mehr Informationsmenge ist zu verarbeiten, die Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Sinnesorgane ist aber immer noch die gleiche wie vor Tausend Jahren. Diese Informationsflut sorgt dafür, dass wir den Überblick verlieren und unser Urteilsvermögen lahm gelegt wird.  Was tun, um dieses Problem in den Griff zu bekommen? – Information wird kodiert, abstrahiert, vereinfacht, zusammengefasst und es entstehen Berufe wie Informationsdesigner. Der Informationsdesigner schafft einen Überblick, indem er komplexe Informationsinhalte – vergleichend, kategorisierend, strukturierend, Verbindungen aufzeigend und auf das Wesentliche reduzierend – visualisiert.

Warum sollte man nun Videos für seine Website produzieren lassen? Wer braucht sie und wofür sind sie gut?

www.planung-analyse.de

Der Trend in der Mediennutzung verlagert sich immer mehr von den klassischen Medien hin zu digitalen Services und auch „digitale Bewegtbildinhalte rücken immer deutlicher in das Blickfeld der Unternehmen und der breiten Öffentlichkeit“, erklärt Christoph N. v. Dellingshausen, Vizepräsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft.

Aus einer aktuellen Befragung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft e.V (BVDW) geht hervor, dass in den nächsten zwei Jahren das Bewegtbild im digitalen Marketing unverzichtbar werden wird. Über 96 Prozent der 100 befragten Unternehmen messen Bewegtbild künftig eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei der Umsetzung von digitalen Marketing-Maßnahmen zu. „Der Videokonsum im Internet steigt kontinuierlich an“, so das BITKOM-Präsidiumsmitglied Ralph Haupter. Die durch Bewegtbilder vermittelten Inhalte können in kürzester Zeit besser aufgenommen und im Gedächtnis behalten werden als der gleiche Inhalt in schriftlicher Form. In einem einminütigen Video kann man in etwa soviel Informationen vermitteln, wie mit einer eng beschriebenen DIN A4-Seite voll Text. Dazu erzeugt das Bewegtbild durch Farben, Formen und andere Stilmittel sowie durch Dramaturgie und Musik Reize und Emotionen. Diese sind fast identisch zu den Gefühlen, die wir in der Realität erleben, man denke an das Schauern, wenn man sich Krimis ansieht oder das Magenknurren bei Schokoladenwerbung.

Bewegtbilder eignen sich dabei besonders gut, um komplexe Informationen darzustellen. „Nur das bewegte Bild einschließlich einer Audiospur bietet die Möglichkeit, diese Vielfalt parallel unterzubringen und dennoch die nötige Klarheit zu behalten“ (The Next Revolution, 2000, T. Mory). Ein gut gemachtes Video kann ein großer Imagegewinn für Marke und Produkt sein oder auch ein Service, eine App, eine Website oder ein Produkt attraktiver machen. Ein Video spart nicht zuletzt Kosten für Support, da z.B. gut gemachte HowTo-Filme einige Supportanfragen bereits beantworten.

Es kommt hinzu, dass der Zuschauer von heute nicht nur von zu Hause aus das Internet nutzt. Die Bandbreite des Netzes steigt. Immer mehr Menschen verfügen über mobile Devices wie Smartphone, die gleichzeitig alle mittlerweile videofähig sind. Gerade die Zielgruppe der 14-35 Jährigen nutzt schon heute das Internet mehr als den Fernseher. Statistiken zeigen, dass das Internet einen hohen Stellenwert für diese Altersgruppe hat und sie auf einer einsamen Insel das Internet dem TV vorziehen würden. Die Zielgruppe hält das Internet für anspruchsvoller, moderner, informativer, glaubwürdiger, kompetenter und kritischer.www.jugendfernsehen.de

Täglich sehen sich Internetnutzer ca. acht Videos im Web an, berichtet der Hightech-Verband BITKOM. Die Videonutzung pro Internetnutzer liege inzwischen bei durchschnittlich knapp 50 Minuten pro Tag. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es erst 34 Minuten und sechs Videos am Tag. Deutschland zählt 45 Millionen Zuschauer von Online-Videos pro Monat und ist damit Marktführer in diesem Bereich, so berichtet eine neue Studie comScore. Vergleicht man europaweit stellt der Online-Video-Markt gerade in Deutschland eine große Konkurrenz zum TV dar.

4. Imagefilm

Die starke Wirkung des Bewegtbildes sowie die Tatsache, dass Menschen immer häufiger das Internet verwenden, machen sich erfolgreiche Unternehmen zu Nutze und präsentieren sich durch einen Imagefilm im Web. Es wird ein klares Bild des Unternehmens gezeigt – seine Kompetenz, seine Besonderheiten, Arbeitsabläufe, Produkte, die Menschen im Unternehmen, seine Philosophie, etc. Eine Anleitung zur Benutzung, eine Erklärung zu einem Produkt, einem Prozess oder eine Selbstpräsentation erzeugt ein kompetentes Bild vom Unternehmen. „Sowohl die Machart als auch der Inhalt sind von großer Bedeutung, denn der Zuschauer assoziiert die Qualität des Imagefilms unweigerlich mit der Qualität des Unternehmens. Insofern steht die Glaubwürdigkeit des Films für die Zuverlässigkeit des Unternehmens.“ www.business-on.de
Der Kunde fühlt sich nicht allein gelassen und ist dankbar für die Veranschaulichung und Vereinfachung des Fachwissens, der sonst so komplizierten Prozesse und Strukturen.

Der Nutzen eines Produktes lässt sich häufig nur in seiner direkten Anwendung verdeutlichen. Durch den Einsatz eines Filmes ist es möglich dieses realistisch und überzeugend darzustellen. (Anwendung des Gerätes in realer Umgebung: z.B. medizinische Instrumente im OP, eine große Maschine oder Anlage in der Produktionslinie, etc.)  www.marketing.ch

Freiwillige Feuerwehr Völklingen

Ein Imagefilm dient als Visitenkarte eines Unternehmens und ist vielfach einsetzbar, wie z.B. bei Messen, Konferenzen, als Begrüßung/Besucherfilm im Foyer des Unternehmens, als Film auf der Internetseite oder zur Motivation für die Mitarbeiter.

5. Motivationsfilm 

Mitarbeiterfilm von Audi

Nicht zu unterschätzen ist die firmeninterne Präsentation des Imagefilms.

Ein Motivationsfilm fördert und stärkt die Identifikation mit dem Unternehmen. Ein motivierter Mitarbeiter, der hinter dem Unternehmen steht und sogar stolz ist dort zu arbeiten, ist sehr viel Wert für das Unternehmen. Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz 
spiegelt sich in der guten Arbeitsatmosphäre und der höheren Produktivität wider. www.marketing.ch

Der Motivationsfilm vermittelt dem Mitarbeiter seine große Bedeutung für das Unternehmen. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an, in dem Audi an seine (potentiellen) Mitarbeiter appelliert: „Du leistest mehr als nur einen Job. Du bist ein Teil vom Ganzen. Du bist Audi. Egal wo du arbeitest und welche Funktion du hast, Du hältst den Laden zusammen. Du bist die Kraft der vier Ringe“.

Der Film kann ebenfalls dazu dienen Mitarbeitern zu zeigen wie man sich verbessern kann und sich in gewissen Situationen verhalten sollte oder wie man erfolgreicher in seiner Arbeit wird. Er kann die individuellen Wünsche ansprechen sowie den Teamgeist fördern. Um bei dem gleichen Beispiel zu bleiben, wird im Audi-Beispiel Folgendes suggeriert: “Durchbrich die Grenzen. Entdecke Neues. Jeden Tag. Mit deinem Zeichenstift, deinem Computer oder deinem Schraubenschlüssel. Wenn du anpackst, bringst du alle mit nach vorn. Feure deine Mannschaft an. Sei stolz auf unsere Tradition. Und gestalte deine Zukunft. Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. Und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst. Sei mutig. Verwirkliche deine Träume. Du bist die Hand. Du bist der Kopf. Du bist Audi.“

„Die Glaubwürdigkeit eines Imagefilms zeugt demnach von dem Respekt, den die Unternehmensspitze ihren Mitarbeitern entgegenbringt“.

www.business-on.de

Auch für neue Mitarbeiter kann der Film als ein Willkommensheißung oder Einführung dienen.

Nach diesem kleinen Überblick über die verschiedenen Videoarten im Netz, erhoffen wir uns, dass Sie die Informationen für sich und Ihr Unternehmen gut nutzen können.

 

 

 

 

2018-05-23T11:01:07+00:00

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