Von Erklärfilm bis zum Image-Film

Teil 1 von 2
Dass die Absprungrate bei längeren Texten im Netz sehr hoch ist, darf mittlerweile als Basiswissen der Online Kommunikation vorausgesetzt werden. Auch die Schlussfolgerung, dass man mit informativen Filmen die Aufmerksamkeit der User leichter halten kann, ist keine Neuigkeit mehr und für viele Kunden der Beweggrund, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

 

Den allerwenigsten ist dabei allerdings bewusst, dass man Texte nicht einfach so – eins zu eins – in Filme übersetzen kann. Damit ein Film wirken und überzeugen kann, muss man sich sehr genau im klaren darüber sein, was die Intention ist, was dieser aussagen und bewirken soll.
Will ich abstrakt erklären, was die Vorteile meines Produktes sind? Will ich genaue Handlungsanweisungen geben, wie man mein Service funktioniert? Will ich erst mal nur Interesse wecken oder mich und mein Produkt als besonders cool oder sympathisch präsentieren? Wer genau soll angesprochen werden und was ist es, das meine Zielgruppe bewegt und interessiert? Will ich persönlich wirken oder sachlich? Wo besteht Kommunikationsbedarf? Je genauer wir diese Fragen beantworten können, desto überzeugender kann man auch arbeiten.
Häufig wünscht sich der Kunde eine Kombination als allem. Das ist verständlich. Aber wie überzeugend kann man kommunizieren, wenn man zehn Punkte auf einmal transportieren möchte? Was bleibt dann hängen? Oder ist es nicht vielleicht besser, sich auf ein oder zwei Kernpunkte zu beschränken?
Um diese und weitere verwandte Fragen beantworten zu können, haben wir uns dazu entschlossen, noch mal einen Schritt zurück zu gehen. Wir haben recherchiert, was es überhaupt an Filmen zur Wissensvermittlung im Internet gibt, wie man diese kategorisieren kann, was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind und was zu welchem Zweck wohl am sinnvollsten einzusetzen ist. So hoffen wir Ihnen tiefere Einblicke in unsere Arbeit gewähren zu können. Außerdem wollen wir Ihnen dabei helfen, herauszufinden, welcher Filmtyp für Sie der Beste ist. Denn wenn wir eines in über sechs Jahren Webfilmproduktion gelernt haben, dann ist es die Erkenntnis, dass es die eierlegende Woll-Milch-Sau nicht gibt.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen

 

 
1. Do It Yourself

http://youtu.be/OYpwAtnywTk

Gibt man das Schlagwort HowTo-Film bei YouTube ein, wird man mit Unmengen von Amateurvideos konfrontiert, die eine Anleitung zu etwas Wissenswertem zu geben versuchen – wie man eine Kartoffel schält, wie man duscht, wie man ein richtiger Gangster wird, wie man eine Katze zu Weihnachten verpackt, wie man Drogen verkauft, wie man einen Bart wachsen lässt oder wie man die Leute denken lässt, man sei gutaussehend.

 

Oft dabei sind auch Experten auf bestimmten Gebieten, die in einem Video das Wissen von ihrem Handwerk weitergeben – Anleitungen zum Malen, Skateboarden, Regale bauen, Gitarre spielen, etc.Zumeist sind solche Filme nicht-kommerzieller Art und mit günstigem Equipment gefilmt, oftmals nur aus Real-Bild bestehend, ohne professionelle Nachbearbeitung bei Bild und Ton.

 

Das große Interesse am Erklären und Erklärt-Bekommen zeigt sich z.B. durch eine Vielzahl von Videoportalen, die sich ausschließlich Tutorials und DIY-Videos widmen:

www.monkeysee.com

www.ehow.com

videos.howstuffworks.com

video.about.com

www.wikihow.com

howto.wired.com

Viele Beispiele kann man zwar aufgrund der Themenwahl oder der Qualität nur belächeln, allgemein jedoch hat diese Videokultur einen großen Interessenskreis. Was motiviert Menschen solche „Erklärvideos“ zu produzieren und anzuschauen? Handelt es sich denn dabei wirklich um Erklär- oder HowTo-Videos? Hier lohnt es sich weiter umzuschauen was Videos mit dem Ziel der Informationsvermittlung im Web angeht.

 

Diese zunächst beschriebene Art von Videos könnte man eher als Do-It-Yourself Videos bezeichnen.

 

Laut Wikipedia bedeutet Howto, englisch sinngemäß: „Wie mache ich …“ oder „So wird es gemacht“, eine zuweilen kurze Anleitung, die sich auf das Lösen eines eng begrenzten Problems beschränkt. Meist ist ein Howto an den Laien gerichtet, dementsprechend wird auf Details verzichtet, die nur für Experten interessant sind. Die in der Regel einzelnen, kurzen Beiträge sind weniger umfangreich als eine Bedienungs- oder Gebrauchsanleitung oder ein Benutzerhandbuch.

 

 

Diese Definition stimmt zum Teil mit den amateurhaften DIY-Videos überein, in Fachkreisen unterscheidet man jedoch zwischen solchen DIY-Videos und den klassischen HowTo-Filmen.

 

 
2. Klassischer HowTo-Film bzw. Erklärfilm
 

http://youtu.be/SAqBQ5nvVUI

 

Dabei wird ein Tool, eine Dienstleistung oder ein Produkt erklärt, um es richtig zu benutzen.

 

Es ist meist kommerzieller Natur. Bei der Umsetzung sind alle möglichen Techniken (Realvideo, Animation, etc.) vertreten. Die häufigste Form stellen Screencast-HowTo-Filme dar, die eine Software oder App erklären (also animierte bzw. aufgenommene Screens direkt vom Bildschirm).

 

 
3. Erklärfilm, Information-Motiongraphics
 

 

http://youtu.be/Q7jKbvW-a-g

 

Der Erklärfilm, oft unter Verwendung von Informationsgrafiken, wird fälschlicherweise häufig ebenfalls zum HowTo-Film dazugezählt.

 

Oftmals sind diese Filme journalistischen Ursprungs, von gemeinnützigen Institutionen (NGOs, aber auch Regierungsinstitutionen) oder Bildungseinrichtungen.

 

Meistens sind diese Videos recht professionell produziert, da sowohl der Inhalt, als auch die adäquate Darstellung dieser zumeist wissenschaftlichen Daten und Informationen einen hohen Produktionsaufwand verlangt, wenn sie seriös und glaubwürdig sein wollen.

 

Einige Beispiele professioneller Erklärfilme

 

Demokratie
Video über Prokrastination
Areva commercial

 

 

 

 

2016-10-25T16:26:14+00:00

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