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PROJEKT:   WEITERE INFOS:

BOTANIC CHANNEL
interaktive DVD-Installation für das Botanische Museum Berlin-Dahlem
2004, 90 min., RED DOT AWARD WINNER 2004

Daniel Becker, Moritz Koepp, Toby Mory, Arne Keunecke

ENGLISH TEXT INFO
PRESSESTIMMEN
BOTANISCHES MUSEUM
FH POTSDAM PROJEKT SEITE

 



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Bedeutendster 2D/3D-Wettbewerb »animago« für den BOTANIC CHANNEL:

Die multimediale Anwendung »Botanic Channel« erhält den
»animago« in der Sparte » Education / Interactive / DVD-Design«. Der animago AWARD hat sich zum bedeutendsten 2D/3D-Wettbewerb im deutschsprachigen Raum entwickelt. Über 10.000 Einsendungen von Animationen für Film und TV über Werbespots, Kurzfilme und Industrieproduktionen bis hin zu ambitionierten Home-Produktionen stellten sich bisher beim animago dem Vergleich.


Begehrter »red dot award« für den
BOTANIC CHANNEL


Die multimediale Anwendung »Botanic Channel« erhält den internationalen »red dot award 2004« in der Sparte
»communication design«.

Mit über 4.000 Anmeldungen aus insgesamt 40 Ländern zählt der red dot design award zu den größten Designwettbewerben weltweit. Dabei unterteilt sich der Wettbewerb in zwei Bereiche, die unabhängig voneinander ausgeschrieben und juriert werden: product design und communication design. Begehrte Trophäe bei beiden ist der red dot, das internationale Qualitätssiegel für Designqualität. Der Wettbewerb zählt nach dem Urteil der Zeitschrift PAGE zu den zehn wichtigsten internationalen Designwettbewerben.

Mit einem »red dot award« wurde die interaktive DVD „Botanic Channel“ prämiert. Das Projekt wurde von den Designstudenten Daniel Becker, Moritz Koepp und Tobias Mory unter der Leitung von Prof. Klaus Dufke in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Museum Berlin-Dahlem der FU-Berlin realisiert. „Botanic Channel“ ist eine multimediale Anwendung für den Dauerausstellungsbereich des Botanischen Museums zum Thema „Psychoaktive Pflanzen“. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Wissensvermittlung des botanischen, kulturgeschichtlichen und medizinischen Hintergrunds der bedeutensten psychoaktiven Pflanzen. Interviews mit Wissenschaftlern mehrerer Universitäten bilden die Grundlage der 90minütigen interaktiven DVD, in der die Aussagen der Interviewpartner mit kurzen erklärenden Filmen und animierten Infografiken illustriert werden.

Die interaktive und moderierte Menüführung der entwickelten DVD ermöglicht eine unterhaltsame Wissensvermittlung mit dem Ziel, gewinnbringendes Erfahren und Lernen für ein breites Publikum durch eine individuell abgestimmte Ansprache zu ermöglichen.

„Botanic Channel“ läuft dauerhaft im Botanischen Museum (täglich geöffnet von 10-18 Uhr).

Die „red dot award: communication design 2004“ Jury:
• Christina Chiappini, Italy
• Mervyn Kurlansky, Mervyn Kurlansky Design, Danmark
• Thomas Kurppa, Stockholm Design Lab, Sweden
• Jean-Jacques Schaffner, Schaffner & Conzelmann, Switzerland
• Guy-A. Schockaert, Ad hoc Design, Belgium
• Erich Sommer, Total Design Köln, Germany
• Frido Steinen-Broo, eStudio Calamar S. L., Spain
• Kurt Weidemann, Germany
• Stefan Ytterborn, Ytterborn & Fuentes, Sweden

 

 



Neue interaktive DVD Installation BOTANIC CHANNEL im Botanischen Museum Berlin

Der Botanic Channel ist ein PUSH-Projekt zur Konzeption und Entwicklung einer interaktiven Multimedia-Installation im Ausstellungsbereich „Psychoaktive Pflanzen“ für das Botanische Museum Berlin-Dahlem, Freie Universität Berlin. Das Botanische Museum Berlin-Dahlem ist das einzige seiner Art in Europa. Das Museum versteht sich als Ergänzung zum Botanischen Garten, mit dem es räumlich und institutionell verbunden ist.

Der neu eingerichtete Dauerausstellungsbereich „Psychoaktive Pflanzen“ umfasst drei Vitrinen in der ersten Museumsetage. Sie zeigen die bekanntesten Pflanzen mit psychoaktiven Substanzen als Modelle, Herbarbelege oder im Bild und stellen sie in den geografischen und kulturellen Kontext der Alten Welt (Eurasien und Afrika) und der Neuen Welt (Amerika). Ein drittes Kapitel thematisiert, daß psychoaktive Substanzen mittlerweile im Labor aus Pflanzen isoliert oder synthetisch hergestellt werden können - darunter Heroin, Kokain, Crack und Amphetamine.
Semitransparente Stelen, Bildfriese oberhalb der Vitrinen sowie eigene Farbgebung und Typographie schaffen einen in sich geschlossenen Ausstellungsbereich, der sich stark von den benachbarten Abteilungen „Pilze“ und „Nutzpflanzen“ abhebt. Während gestalterisch neue Wege beschritten wurden, bleiben die durchweg sachlichen Texte, in deren Mittelpunkt die Pflanzen stehen, bewußt der botanischen Lehrtradition des Hauses verpflichtet.

Um Schulklassen und jüngere Erwachsene aktiv anzusprechen, wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dufke und Studenten des FB Design der Fachhochschule Potsdam (FHP) seit Oktober 2002 eine Multimediapräsentation als zielgruppengerechte Ergänzung initiiert. Aus acht Konzepten, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Wintersemster 2002 entwickelt wurden, ist das interaktive DVD-Projekt „Botanik Channel“ der Studenten Daniel Becker, Moritz Koepp und Tobias Mory von einer Jury für die weitere Entwicklung und Produktion ausgewählt worden.

Dem Museumsbesucher wird hier die Möglichkeit gegeben, sich über die in den Vitrinen behandelten Themen hinaus mit weiteren Aspekten psychoaktiver Pflanzen zu befassen. Dazu gehören die Bereiche Botanik, Wirkung, Kulturgeschichte sowie den sogenannten Rauschbiographien der jeweiligen Pflanzen. Die Darstellung dieser Themen erfolgt über Interviews mit anerkannten Fachleuten des Botanischen Museums sowie Experten anderer wissenschaftlicher Einrichtungen (Freie Universität Berlin, Humboldt Universität, Charité und Universität Bonn) zu den jeweiligen Schwerpunkten. Begleitend dazu werden die Aussagen der Interviewpartner im SplitScreen-Verfahren mit kurzen erklärenden Filmen und animierten Infografiken illustriert. Bei einer Gesamtlaufzeit von ca. 90 Minuten wird durch eine interaktive und moderierte Menüführung die Wissensvermittlung zu einer unterhaltsamen und individuell gestaltbaren Exkursion.

Im Zentrum steht dabei das Ziel, gewinnbringendes Erfahren und Lernen für ein breites Publikum durch eine individuell abgestimmte Ansprache zu ermöglichen.

Die Produktion der DVD wurde in der Zeit von Juni 2003 bis Januar 2004 durch das Designkollektiv GOLDENER WESTEN durchgeführt und April 2004 mit der dauerhaften Installation im Ausstellungsbereich abgeschlossen.

Seitdem befindet sich die Installation im Dauerbetrieb während der Öffnungszeiten des Museums und hat regen Zuspruch nicht nur durch die zahlreichen Besucher gefunden, sondern auch eine positive Resonanz in der lokalen Presse. So berichteten allein sechs regionale Zeitungen direkt nach der Eröffnung und bis zum jetzigen Zeitpunkt, gibt es weitere Veröffentlichungen, so auch im Magazin PAGE (Ausgabe 07/04) und dem im Oktober 2004 erscheinenden Branchenführer NEUGIERIG.

Zuletzt wurde der Botanic Channel mit dem Red Dot Award Winner 2004 ausgezeichnet. Der Red Dot Award wird vom nordrhein-westfälischen Designerverband ausgerichtet und gilt als einer der zehn wichtigsten Designpreise Europas.




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  english version :

BOTANIC CHANNEL
the interactive DVD installation wins the famous RED DOT DESIGN AWARD 2004


Klicken Sie auf das Bild um den Beispielfilm (3.6 MB) zu sehen!

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The creation and development of an interactive multimedia installation in the “Psychoactive Plants” exhibit area for Berlin University’s Botanical Museum in Berlin-Dahlem. The Botanical Museum in Berlin-Dahlem is the only one of its kind in Europe, and sees itself as an extension of the Botanical Garden, with which it is both physically and institutionally connected.

“Psychoactive Plants”, a permanent exhibit for which space has recently been provided, comprises three display cabinets to be found on the first floor of the museum. Here visitors can study the best-known plants to contain psychoactive substances either as models, as herbary specimens or in pictures, with these being placed in their geographical and cultural contexts of the Old World (Eurasia and Africa) or the New World (America). A third chapter goes into how psychoactive substances can now be extracted from plants in the laboratory or manufactured synthetically – substances such as heroin, cocaine, crack and amphetamines. Translucent steles, picture friezes above the cabinets as well as a distinctive colour scheme and typography make for a selfcontained exhibit area clearly set off from the adjacent “Fungi” and “Useful Plants” sections. Whilst a new approach has been adopted in terms of design and layout, the texts to which the plants are central remain wholly factual, and thus deliberately in keeping with the way botany is traditionally taught here.

Furthermore, in order actively to address school classes and young adults, a multimedia presentation, in collaboration with Professor Dufke and the students from the FHP’s Design Faculty, was initiated in October 2002 to serve as a complementary feature suitable for this target group. Eight concepts were worked out in the context of a course of study held in the winter semester of 2002, and the interactive DVD project from the students Daniel Becker, Moritz Koepp and Tobias Mory “Botanik Channel” was selected by a jury for further development and production. This will give visitors to the museum the opportunity to go beyond the topics dealt with in the display cabinets and to get to grips with other aspects of psychoactive plants, aspects such as botany, medicine, cultural history as well as the political and economic ramifications of the plants in question. These topics are presented by means of interviews with recognised experts from the Botanical Museum as well as with experts from other scientific disciplines (Freie Universität Berlin, Humboldt Universität, the Charité Hospital and the university of Bonn) in which they speak about the respective issues. And, while these different interviewees are speaking, split-screen technology is used to illustrate their remarks with short explanatory films and animated info-graphics.

The presentation lasts about 90 minutes in all, and, with the aid of an interactive and moderated menu guide, turns imparting knowledge into an entertaining and individually structurable study trip.

The central aim, however, is to make it possible for a heterogeneous public to enjoy and profit from learning and experiencing by allowing them to determine for themselves the way in which this knowledge is presented.

The DVD was finished and given to public on april the 15th 2004. Since then it is constantly in use during the opening hours of the museum. Until now the museum recieves and recieved many letters and phonecalls from exited visitors. Besides that several newspapers, radiostations and tv-stations from the region reported very enthusiastic about the opening and the DVD. It is featured in the Designguide NEUGIERIG (release date october 2004) and won the RED DOT AWARD. The RED DOT AWARD is concidered one of the ten most important design prices in Europe and hosted by the Designfederation of Nordrhein-Westfalen.


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PRESSESTIMMEN:


 

 

Berliner Zeitung, Freitag, 16. April 2004

Wie aus Pflanzen Drogen werden

Eine Ausstellung im Botanischen Museum informiert über Mohn, Koka und Hanf

Claudia Fuchs

Nach der Ermordung der österreichischen Kaiserin Sissi 1898 in Genf fand man in ihrer Reiseapotheke eine kleine Kokain-Spritze. Ob Sissi lange Zeit drogenabhängig war, ist bis heute umstritten. Klar ist jedoch eines: Die Kaiserin konsumierte Kokain.

Damit hat es Sissi nun in das Botanische Museum geschafft, wo zurzeit eine Ausstellung über so genannte psychoaktive Pflanzen gezeigt wird - Pflanzen also, aus denen Drogen gewonnen werden. Mit Schautafeln und Ausstellungsstücken wollten sich die Ausstellungsmacher nicht zufrieden geben. "Da wir gezielt jüngere Leute ansprechen wollten, mussten wir auch was Aktuelles bieten", sagt Brigitte Zimmer, Sprecherin des Botanischen Museums. Aus diesem Grund sei Kontakt mit der Fachhochschule Potsdam aufgenommen und dort um Hilfe gebeten worden.

Nach etwa einem Jahr Arbeit präsentierten Studenten des Fachbereichs Design ihren "Botanic Channel" - eine DVD mit etwa 90 Minuten Spielzeit, auf der 15 Experten verschiedener Universitäten erklären, was es mit den Pflanzen Hanf, Mohn und Koka auf sich hat, wie sie kulturgeschichtlich einzuordnen sind, wie Haschich, Heroin und Kokain wirken und wie das Leben berühmter Konsumenten verlief. Als reine Drogenprävention wollen die Ausstellungsmacher ihr Werk allerdings nicht verstanden wissen. "Es ging uns in erster Linie darum, Wissen zu vermitteln", sagt Zimmer. Dass Wissen jedoch auch präventiv wirken kann, können die Studenten der Fachhochschule bestätigen. "Ich fand es zwar faszinierend zu begreifen, wie die Drogen wirken", sagt Daniel Becker, der sich mit dem Komplex über die Mohnpflanze beschäftigt hat. "Mir ist aber auch klar geworden, dass es ein harmloses Ausprobieren nicht geben kann."

Dass die interaktive DVD, bei der durch das Berühren des Bildschirms bestimmte Kapitel ausgewählt werden, tatsächlich bei den Jugendlichen ankommt, haben die Ausstellungsmacher bereits ausprobiert: Sie wurde zur Langen Nacht der Museen erstmals vorgeführt. "Durchschnittlich verweilt ein Museumsbesucher 14 Minuten vor einem Museums-terminal", sagt Professor Klaus Dufke von der Fachhochschule Potsdam. Bei der Pflanzen-DVD jedoch hätten die Besucher eine Stunde und länger ausgeharrt. Doch nicht nur Jugendliche hätten sich für das Thema interessiert. Auch das ist Brigitte Zimmer wichtig. "Die Ausstellung ist auch was für Eltern und Ältere", sagt sie. Schließlich würden einige nicht mal erkennen, was da bei ihren Kindern auf dem Fensterbrett wachse.

 

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Informationsdienst Wissenschaft IDW und Uniprotokolle

Botanic Channel: Haschisch, Kokain und Heroin interaktiv im Botanischen Museum

Multimedia-Installation in Kooperation mit der FH Potsdam eröffnet

"Botanic Channel" heißt die interaktive Video-Installation, mit der das Botanische Museum der FU Berlin seinen neuen Dauerausstellungs-bereich zum Thema "Psychoaktive Pflanzen" erweitert. Diese multimediale Darstellung beleuchtet botanische, kulturgeschichtliche und medizinische Aspekte einiger interessanter Pflanzen. Sie entstand aus der intensiven Zusammenarbeit des Botanischen Museums unter der Leitung von Prof. Dr. H. Walter Lack und den Medien-Designern der
FH Potsdam.

"Botanic Channel" läuft ab sofort und dauerhaft im Botanischen Museum Berlin-Dahlem und ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet.
Die Designstudenten Daniel Becker, Moritz Koepp und Tobias Mory entwickelten unter der Leitung von Prof. Klaus Dufke und dem Team des Botanischen Museums eine DVD mit einer Gesamtlaufzeit von 90 Minuten. Interviews mit Experten und Wissenschaftlern, u.a. aus FU und HU Berlin, bilden die Grundlage der 15 Kapitel. Die Aussagen der Interviewpartner werden mit kurzen erklärenden Filmen und animierten Infografiken illustriert. Interaktive, moderierte Menüführung und individuell abgestimmte Ansprache bieten eine unterhaltsame Wissensvermittlung für ein breites Publikum.

Um Schulklassen und besonders jüngere Erwachsene aktiv und in zeitgemäßer Form anzusprechen, ergänzt die interaktive Multimedia-präsentation "Botanic Channel" das mit den klassischen Instrumenten musealer Vermittlung dargestellte Thema "Psychoaktive Pflanzen". In drei Vitrinen werden die bekanntesten dieser Pflanzen im Original, als Modell oder im Bild gezeigt und in den geografischen und kulturellen Kontext der Alten Welt (Eurasien) sowie der Neuen Welt (Amerika) gesetzt. Interaktiv zugänglich ist eine Darstellung der Botanik, Medizin und Kulturgeschichte sowie der politischen und wirtschaftlichen Aspekte der jeweiligen Pflanzen. Ein weiterer Komplex thematisiert, dass psychoaktive Substanzen im Labor aus Pflanzen isoliert oder synthetisch hergestellt werden können, wie Heroin, Kokain, Crack und Amphetamine. Die Schicksale dreier prominenter Persönlichkeiten, die durch Drogenkonsum (Haschisch, Kokain, Heroin) geprägt wurden, ergänzen als "Rauschbiografien" die neue Präsentation.

An der FH Potsdam werden im Projekt PUSH (Public Understanding of Science and Humanities) Experten auf dem Gebiet "Neue Medien und Wissensmanagement zur Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" ausgebildet. Mediale Informations- und Kommunikationsprozesse werden unter informationswissenschaftlichen und -technischen, gestalterischen sowie kulturellen Gesichtspunkten bearbeitet. "Botanic Channel" zeigt, wie die innovative Darstellung aktueller Themen mit Engagement in der studentischen Ausbildung verknüpft werden kann.
Das Projekt wurde finanziert aus Mitteln des Potztal-Fonds (Fördererkreis der naturwissenschaftlichen Museen Berlins e.V.) und der FU Berlin. Die Vorarbeiten zum Projekt ermöglichten eine private Sponsorin sowie Beschäftigungsmaßnahmen des "FORUM Arbeit & Projekte Arbeit e.V.".

 

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16.04. 04 Märkische Allgemeine

Potsdamer Studenten bereichern Museum


Installation im Botanischen Garten Berlin

RÜDIGER BRAUN

BERLIN - Im Museum des Botanischen Gartens in Berlin ist gestern die Videoinstallation "Botanic Channel" als Teil der neuen Schaukästen über "Psychoaktive Pflanzen" auf Dauerbetrieb geschaltet worden. Die insgesamt 90 Minuten dauernde Präsentation wurde von einer studentischen Projektgruppe der Fachhochschule Potsdam (FHP) unter Leitung des Professors für Medien-Design, Klaus Dufke, entwickelt. Beteiligt waren insgesamt acht Studenten, von denen drei das Gesamtkonzept entwarfen und umsetzten.

Durch Berühren des Bildschirms können Besucher das Videoprogramm steuern. Geleitet von der Aufnahme eines Moderators können sie sich über Biologie, Anbau, Kulturgeschichte und Gebrauch der drei für Drogen am häufigsten verwendeten Pflanzen Hanf, Koka und Schlafmohn informieren. Dabei kommen 15 Fachwissenschaftler zu Wort. Zusätzlich behandeln drei Dokumentationen das Schicksal drogenabhängiger Berühmtheiten wie das des Schriftstellers William S. Borroughs.

Der Direktor des Schaumuseums des Botanischen Gartens, Walter Lack, nannte den erst seit Oktober 2003 bestehenden Abschnitt eine "ganz wesentliche Bereicherung und Erweiterung unserer Ausstellung". Das Interesse am Thema sei immens. Die Videoinstallation der FHP selbst erlaube es, dieses vor allem jungen Menschen nahe zu bringen: "Wir müssen das Publikum da abholen, wo es steht", sagte Lack. Dabei sei die Zusammenarbeit mit FHP-Studenten besonders wertvoll gewesen: "Sie gehörten praktisch zu der von uns angestrebten Zielgruppe". Ihr Konzept habe sich bewährt. In der "Langen Nacht der Museen" Ende Januar hätten sich Besucher bis zu einer Stunde vor einer Großprojektion des Terminals aufgehalten.

Sowohl die Museumsleitung als auch die Macher der Installation betonten, dass es bei der Präsentation nicht um Drogenberatung gehe. Hauptziel sei es gewesen, das Thema objektiv zu behandeln: "Es schreckt Jugendliche ab, wenn sofort ein moralischer Zeigefinger hochschnellt", sagte der Designer Dufke. Sorge, durch die Ausstellung zum Ausprobieren von Drogen zu animieren, hat die Museumsleitung indes nicht. Insbesondere die "Rauschgiftbiographien" der Installation wiesen nachdrücklich auf die Gefahren des Drogenkonsums hin.

Ermöglicht wurde die gesamte Dokumentation durch Mittel, die die ehemalige Direktorin des Schaumuseums dem Museum vermachte. Insgesamt kostete der neue Ausstellungsabschnitt 30 000 Euro.

 

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16.04. 04 Berliner Morgenpost

"Botanic Channel" informiert über pflanzliche Drogen

Die interaktive Video-Installation "Botanic Channel" thematisiert im Botanischen Museum Dahlem psychoaktive Pflanzen, aus denen Drogen gewonnen werden - dazu zählen etwa Haschisch, Kokain und Heroin. Die mit der Fachhochschule Potsdam entwickelte Schau ist täglich (10-18 Uhr) an der Königin-Luise-Straße 6-8 zu sehen.

Eine 90-minütige DVD zeigt Interviews mit Wissenschaftlern, deren Aussagen mit kurzen Filmen und Infografiken illustriert werden.

Gerade für Schüler, Lehrer und Eltern interessant sein dürfte die interaktive Darstellung der Botanik, Medizin und Kulturgeschichte sowie der politischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pflanzen. Ferner wird dokumentiert, wie psychoaktive Substanzen im Labor aus Pflanzen isoliert oder synthetisch hergestellt werden können

Pol


 


Terminal: Design und Produkion Lars Güttler und Sebastian Summa

Tagesspiegel 16.4. 04

Halluzinationen im Computer Ausstellung zu Drogenpflanzen im Botanischen Museum

In der letzten Langen Nacht der Museen rannten die Jugendlichen dem Botanischen Museum Dahlem geradezu die Türen ein. Denn zwischen Vitrinen mit giftigen Pilzen und tropischen Hölzern präsentierte das Museum in dieser Nacht ein Versuchsprojekt: eine interaktive Show über die Drogenpflanzen Hanf, Koka und Mohn. Seit gestern ist sie fester Bestandteil des Museums und damit die neue Dauer-Ausstellung über psychoaktive Pflanzen komplett.
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Der von Studenten der Fachhochschule Potsdam entwickelte „Botanic Channel“ informiert auf dem Computerbildschirm über die drei häufigsten Drogenpflanzen und ihre Produkte wie Haschisch, Opium, Heroin, Kokain oder Crack. Experten unterrichten über die Kulturgeschichte des Gebrauchs dieser Pflanzen; Animationen zeigen, wie sie im Gehirn wirken. Drogenkonsumenten kommen in der Präsentation bewusst nicht zu Wort, die Folgen des Missbrauchs werden stattdessen in Dokumentationen über den Schriftsteller William S. Bourroughs und andere prominente Abhängige gezeigt. „Prävention ist nicht unser Ziel – wir bleiben bei den Fakten“, erklärt Matthias Melzig vom pharmazeutischen Institut der Freien Universität Berlin.

Vitrinen ergänzen die Ausstellung. Hier gibt es neben Mohnkapseln auch verbotene Früchte aus deutschen Vorgärten zu sehen: Stechäpfel, Wurzeln der Alraune und die Blüte der Engelstrompete. Dazu erfährt der Besucher en detail, wie verschiedene Substanzen wirken: Die geschnupften Samen des südamerikanischen Cebil-Baumes etwa führen zu schwarz-weißen Halluzinationen.

Dass so viel detailliertes Know-how über psychoaktive Nutzpflanzen zum Ausprobieren verleiten könnte, sieht das Ausstellungsteam nicht als Gefahr an, sondern als Ansatz, die Jugendlichen zu erreichen. „Man muss sachlich und glaubwürdig bleiben, sonst kommen die Schüler nicht“, erklärt der 27-jährige Student Daniel Becker von der FH Potsdam das Konzept der Ausstellung. Gemeinsam mit zwei Kommilitonen hat er die interaktive Computer-Schau entwickelt. Das Projekt wendet sich an Schüler und junge Erwachsene, auch Schulklassen sind willkommen. Wer nach der Theorie dann psychoaktive Pflanzen in natura bewundern will, muss nur in den Botanischen Garten hinaus gehen: Im Arzneimittelgarten wachsen sie fast alle.

Carola Padtberg




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16. April 2004im Berliner Kurier


KOKS IM MUSEUM

Sissi hatte stetseine SpritzeKokain dabei Dahlem - Drogenparadies Botanischer Garten.

In der grünen Oase Unter den Eichen sind seit gestern Haschisch, Kokain und Heroin Thema. Mit neuen Schaukästen und einem 90-Minuten-Video stellen die Botaniker die Pflanzen Hanf, Koka und Mohn vor. Die Schau entstand gemeinsam mit Designstudenten der Fach-hochschule Potsdam und wendet sich in erster Linie an Jugendliche. In einer ruhigen Ecke des Museums sind nun Pflanzen, die Rausch-zustände auslösen können, zu sehen. Auf einem Monitor kommen Wissenschaftler zu Wort, werden aber auch Rauschbiografien gezeigt. So erfährt der Besucher, dass die österreichische Kaiserin Sissi immer eine Kokainspritze bei sich trug. Im Botanischen Garten werden aber kaum Drogen-Pflanzen angebaut. Der Versuch, einen Koka-Strauch zu zeigen, wurde schnell aufgegeben. Besucher hatten immer wieder die Blätter abgezupft.

 

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16.04.2004 PNN


Botanic Channel:

Drogenpflanzen interaktiv im Botanischen Museum


„Botanic Channel“ heißt die interaktive Video-Installation, mit der das Botanische Museum der FU Berlin seinen neuen Dauerausstellungs-bereich zum Thema „Psychoaktive Pflanzen“ erweitert. Diese multimediale Darstellung beleuchtet botanische, kulturgeschichtliche und medizinische Aspekte von psychoaktiven Pflanzen. Sie entstand aus der intensiven Zusammenarbeit des Botanischen Museums unter der Leitung von Prof. Dr. H. Walter Lack und den Medien-Designern der FH Potsdam. „Botanic Channel“ läuft ab sofort und dauerhaft im Botanischen Museum Berlin-Dahlem und ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Die Design-studenten Daniel Becker, Moritz Koepp und Tobias Mory entwickelten unter der Leitung von Prof. Klaus Dufke und dem Team des Botanischen Museums eine DVD mit einer Gesamtlaufzeit von 90 Minuten. Interviews mit Experten und Wissenschaftlern, u.a. aus FU und HU Berlin, bilden die Grundlage der 15 Kapitel. Die Aussagen der Interviewpartner werden mit kurzen erklärenden Filmen und animierten Infografiken illustriert. Interaktive, moderierte Menüführung und individuell abgestimmte Ansprache bieten Wissensvermittlung für ein breites Publikum.

 

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Gestaltung: Daniel Becker | Arne Keunecke
aktualisiert: 22-05-07